Arbeitsmarktservice

Bei seinem ersten AMS-Termin hat Ahmad gleich eine Jobanzeige für einen Hausaufseherposten in die Hand gedrückt bekommen (er hat zwar keinen formalen Berufsabschluss, aber mehr als zehn Jahre Berufserfahrung als Elektriker und Klimaanlagentechniker). Bei näherer Betrachtung hat sich das aber eher als pro-forma-Angebot herausgestellt: Die Hausaufseher-Stelle ist drei Tage, nachdem Ahmad die Annonce bekommen hat, besetzt worden – und vor dem Dienstgeber musste die Bewerbung auch noch ans AMS geschickt werden, wo in einer Vorauswahl aussichtslose Kandidaten ausgesiebt werden sollten.
Ahmad hat es trotzdem probiert. Die Antwort war eine wortreiche Absage (vermutlich vom AMS), in der sehr die gründliche Abwägung betont wird, nach der man sich gegen ihn entschieden habe und dass das keinesfalls eine persönliche Abwertung bedeuten würde.
Wie Ahmad zur formalen Anerkennung seiner Kenntnisse kommen kann, hat man ihm bei der Gelegenheit leider nicht mitgeteilt, obwohl sich das AMS diese sogenannte Aufqualifizierung auf die Fahne geheftet hat.
Nachdem die kurze Euphorie über die Chance, womöglich sofort wieder in seinem Job arbeiten zu können, verflogen ist, rechnet Ahmad wieder mit dem Wahrscheinlichsten: Dass er bald ins neugeschaffene Integrationsjahr starten wird. Darauf freut er sich.

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